Kunst


Wahr­neh­mung, Gestal­tung und Refle­xi­on bezo­gen auf die künst­le­risch-ästhe­ti­sche Viel­ge­stal­tig­keit von Kul­tur und 

Lebens­wirk­lich­keit.

Kunst

Inne­re Ruhe und Gelassenheit

Kunst in der Schu­le för­dert die Krea­ti­vi­tät, die für inne­re Ruhe und Gelas­sen­heit sorgt. Krea­ti­vi­tät hilft dabei, einen Weg zu sich selbst zu fin­den und mit sich im Ein­klang zu sein. Men­schen, die mit sich selbst im Ein­klang sind, sind zu Höchst­leis­tun­gen fähig.


Zie­le des Faches Kunst

Im Zen­trum des Schul­fa­ches Kunst ste­hen Wahr­neh­mung, Gestal­tung und Refle­xi­on bezo­gen auf die künst­le­risch-ästhe­ti­sche Viel­ge­stal­tig­keit von Kul­tur und Lebens­wirk­lich­keit. Der Kunst­un­ter­richt leis­tet inner­halb des Fächer­ka­nons der Schu­le sei­nen Bei­trag im Sin­ne einer ganz­heit­li­chen Per­sön­lich­keits­ent­wick­lung durch die Ver­mitt­lung einer ästhe­ti­schen Grund­bil­dung. Das beson­de­re Lern- und Erfah­rungs­feld des Faches ist die visu­el­le Kul­tur. Ent­spre­chend lei­ten sich die Unter­richts­ge­gen­stän­de aus der gesam­ten sinn­lich erfahr­ba­ren, ästhe­tisch gestal­te­ten und pri­mär visu­ell ver­mit­tel­ten Wirk­lich­keit ab, die sich in unter­schied­li­chen Bild­wel­ten kon­kre­ti­siert. Die­se Bild­wel­ten wei­sen unter­schied­li­che inhalt­li­che und for­ma­le Zusam­men­hän­ge auf und zei­gen sich in viel­fäl­ti­gen media­len Formen.

Vin­cent van Gogh, 1853 — 1890, Niederlande

Wenn du eine inne­re Stim­me hörst, die sagt: “Du kannst nicht malen”, dann male auf jeden Fall, damit die­se Stim­me zum Schwei­gen gebracht wird.

Sinn­li­che Erfah­rung und begriff­li­ches Denken

Die zen­tra­le Auf­ga­be des Faches Kunst ist es, das Wahr­neh­mungs- und Aus­drucks­ver­mö­gen der Schü­le­rin­nen und Schü­ler anzu­re­gen, zu ent­wi­ckeln, zu erwei­tern und ästhe­ti­sches Den­ken und Han­deln aus­zu­bil­den. Die ästhe­ti­sche Art der Welt­erfah­rung bezieht sich beson­ders auf die indi­vi­du­el­le Aus­rei­fung von Wahr­neh­mungs- und Erleb­nis­fä­hig­keit sowie auf die Fähig­keit zur per­sön­li­chen Refle­xi­on die­ser Erfah­run­gen. Wahr­neh­men und Reflek­tie­ren sind unmit­tel­bar auf­ein­an­der bezo­ge­ne und nicht von­ein­an­der zu tren­nen­de Tätig­kei­ten. Sinn­li­che Erfah­rung und begriff­li­ches Den­ken ver­hal­ten sich in die­sen Zusam­men­hän­gen kom­ple­men­tär zuein­an­der und för­dern sich wech­sel­sei­tig. Hier kommt der Aus­ein­an­der­set­zung mit künst­le­ri­schen Bild­wel­ten, Bild­wel­ten der All­tags­kul­tur und der eige­nen künst­le­ri­schen Gestal­tung ein beson­de­rer Stel­len­wert zu. Bil­der haben eine spe­zi­fi­sche Spra­che, die den Jugend­li­chen stän­dig begeg­net. Die­se Bild­spra­che muss in ihren Struk­tu­ren, Wir­kun­gen und ihrer Bedeu­tung erkannt und ver­stan­den wer­den, um deren kom­ple­xes Zusam­men­spiel zu durch­schau­en und für eige­ne gestal­te­ri­sche Mit­tei­lun­gen zu nutzen.

Kri­ti­sches und krea­ti­ves Wahrnehmungsvermögen

Indem Schü­le­rin­nen und Schü­ler ler­nen, Bil­der (hier als Über­be­griff zu ver­ste­hen, der Male­rei, Zeich­nung, Plastik/Skulptur, Objekt/Installation, Archi­tek­tur, Foto­gra­fie, Film, elek­tro­ni­sche Bild­ge­stal­tung, Graf­fi­ti, Gebrauchs­ge­gen­stän­de und vie­le ande­re Erschei­nungs­for­men umfasst) kon­text­be­zo­gen zu deu­ten und zu gestal­ten, ent­wi­ckeln sie Bild-Sach­ver­stän­dig­keit, die sie zur selbst­be­stimm­ten und akti­ven Teil­ha­be an viel­fäl­ti­gen For­men von Kunst und Kul­tur aus Ver­gan­gen­heit und Gegen­wart, aber auch zu einem kri­ti­schen und krea­ti­ven Wahr­neh­mungs­ver­mö­gen gegen­über der per­sön­li­chen Umwelt und der All­tags­rea­li­tät befähigen.